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Lehrstuhl für Astronomie und Astrophysik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Kategorie: RDS-Institute, Unser Platz im Universum, Galaxien, Extremes Universum

Der Lehrstuhl für Astronomie und Astrophysik gehört zur Fakultät für Physik und Astronomie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und ist Teil des dort angesiedelten Instituts für Theoretische Physik und Astrophysik. Bisherige Lehrstuhlinhaber waren von 1967 bis 1977 Hans Haffner, der eine photometrische Durchmusterung des Südhimmels am Boyden-Observatorium in Bloemfontein durchführte, und von 1979 bis 2001 Franz-Ludwig Deubner, der Entdecker der 5-Minuten-Oszillationen der Sonne und damit ein Wegbereiter der Helioseismologie. Danach übernahm Karl Mannheim, der sich mit Hochenergie-Astrophysik befasst, den Lehrstuhl. Der Lehrstuhl ist durch den nordbayerischen Forschungscluster Würzburg-Erlangen-Bamberg (WEB) eng mit dem „Erlangen Center for Astroparticle Physics“ (ECAP) verbunden, zu dem auch die Dr. Karl Remeis-Sternwarte in Bamberg gehört.

Forschung

Collage aus optischem und Radiobild. Im optischen Bild ist eine Spindelartige Stuktur zu erkennen, das herangezoomte Radiobild zeigt eine längliche Stuktur.
Schwerpunkte der Forschung am Lehrstuhl für Astronomie und Astrophysik sind:

  • Hochenergie-Astrophysik
    Nicht-thermische Strahlungsprozesse, Schwarze Löcher, Jets und Akkretion, Dunkle Materie, energiereiche Neutrinos und kosmische Strahlung
  • Multiwellenlängen-Astronomie
    Extragalaktische Jets, Radio-Interferometrie, Beobachtungen mit Satellitenobservatorien
  • Physik der Heliosphäre
    Ausbreitung energiereicher Teilchen von solaren Flares im Sonnenwind, Teilchenbeschleunigungsprozesse, Eigenschaften magnetohydrodynamischer Turbulenz

In den Arbeitsgruppen werden Beobachtungsdaten verschiedener Observatorien für Radio-, Röntgen- und Gammastrahlung sowie für energiereiche Elektronen und Neutrinos analysiert und interpretiert (z. B. MAGIC, FACT, Fermi-LAT, VLBI, LOFAR, XMM-Newton, SWIFT, STEREO, ANTARES/KM3NeT). Zum besseren Verständnis der Daten werden theoretische Modelle entwickelt.

Studium und Ausbildung

Studierende der Physik an der Universität Würzburg können sich im Masterstudium auf die Astrophysik fokussieren. Die Grundlagen dafür werden bereits im Bachelorstudium mit einer Einführungsvorlesung zur Astrophysik und dem Astrophysikalischen Praktikum erarbeitet. Ein breiter Lehrkanon von Spezialvorlesungen erschließt die verschiedenen Forschungsthemen. Einzelne Lehrveranstaltungen werden auch gemeinsam mit der Dr. Karl Remeis-Sternwarte in Bamberg (WEB-Forschungscluster) ausgerichtet. Doktorarbeiten in der Astrophysik werden in Forschungsprojekten mit nationalen und internationalen Partnern ermöglicht.

Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit

Der Lehrstuhl für Astronomie betreibt gemeinsam mit dem Naturwissenschaftlichen Labor für Schüler am FKG e.V. (Friedrich-Koehnig-Gymnasium) eine Sternwarte in Hettstadt nahe Würzburg, um SchülerInnen und Studierende mit Beobachtungstechniken und wissenschaftlichen Fragestellungen vertraut zu machen (http://schuelerlabor-wuerzburg.de/?p=Sternwarte). Ein dort durchgeführtes Projekt zur Beobachtung von Helligkeitsschwankungen aktiver Galaxienkerne wurde 2013 im bundesweiten Wettbewerb „Schule trifft Wissenschaft“ der Robert-Bosch-Stiftung prämiert.

Kontakt

Lehrstuhl für Astronomie
Emil-Fischer-Straße 31
97074 Würzburg

Fachliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Karl Mannheim (Hochenergie-Astrophysik)
Prof. Dr. Matthias Kadler (Multiwellenlängen-Astronomie)
Prof. Dr. Wolfgang Dröge (Heliosphärenphysik)
Sekretariat: Karin Kuhns (vormittags)